Nach einer gänzlich unrepräsentativen Umfrage (Erhebungsgröße eine Person) mal wieder auf ein Thema gestossen, das einer Lösung bedarf (auch wenn da augenscheinlich schon dran gearbeitet wird, wie weiter unten ausgeführt).
Also, unsereins als business professional kommuniziert ganz modern per Email, AIM, Skype, Twitter, Wiki, Blog, Xing und LinkedIn. Dabei werden die unterschiedlichen Kanäle teilweise für unterschiedliche Adressaten und Zielgruppen genutzt.
Studenten wiederum nutzen StudiVZ, solange sie im Vordiplom sind und facebook sobald sie im Hauptdiplom mit der großen weiten Welt in Kontakt kommen, da StudiVZ international keine Relevanz hat und niemand seine Daten doppelt pflegen will. Twitter sei angeblich nicht so weit verbreitet. facebook-Statusmeldungen seien das Ding, um über den aktuellen Status zu informieren.
Nehmen wir's mit Vorsicht auf. Was bleibt ist, daß das alles noch nicht integriert ist. Ich habe natürlich keine Lust, mein Netzwerk, das ich in Xing aufgebaut habe, in LinkedIn nochmal aufzubauen, Gleiches mag für die Kontakte gelten, die ich in Twitter, AIM, Skype etc. habe.
Eigentlich ist der Problem von der Seite zu lösen, daß man seine Identität in unterschiedliche Facetten aufspalten muß, um sein Kontaktnetzwerk sauber partitionieren zu können. Während ich auf Twitter vielleicht relativ "promisk" bin und jeder Depp meine Tweets lesen darf, weil ich mich entsprechend anonymisiere, will ich meine Kontakte in Xing mit Bedacht und auf seriöser Ebene wählen. Eigentlich will ich überhaupt den Kontakt im Mittelpunkt stehen haben und erst in zweiter Linie die Kommunikationsplattform, über die ich mit ihm kommuniziere.
Nun gibt es mit OpenSocial bzw. Facebook Platform bereits Ansätze, Kontaktinformationen über mehrere soziale Netzwerke hinweg abzugleichen. Das scheint mir derzeit aber hauptsächlich eine technologische Lösung zu sein. Tatsächlich kann es sein, daß meine Authentifizierung individueller Kontakte von Netzwerk zu Netzwerk unterschiedlch ist, grundsätzlich jedoch will ich die Kontaktdaten bzw. den Bezug zu einer anderen Person nicht mehrfach erfassen.
Man könnte auch sagen: Einerseits will ich rein grundsätzlich festlegen können, wie transparent ich auf einem bestimmten sozialen Netzwerk bin. Und dann will ich meine Kontakte - egal woher ich sie bekommen habe - in einem Gesamtzusammenhang sehen und festlegen können, wie stark ich mich jedem einzelnen Kontakt über das voreingestellte Maß der jeweiligen Kommunikationsplattform hinaus offenbare.
Die Aufgabenstellung läßt sich eigentlich schon weitgehend lösen, da es zu den verschiedenen sozialen Netzwerken APIs gibt (zumindest teilweise, da, wo noch nicht vorhanden, ist es eher ein politisches als ein technologisches Problem) und sich somit eine unifizierte Sicht über mehrere soziale Netzwerke hinweg erstellen liesse. Pikant ist dabei, daß eigentlich eine netzwerkübergreifende Identifizierung einer Person vonnöten ist (da hätten wir in D doch die tolle neue Steuernummer, hmmmm?) um einen sicheren Abgleich herzustellen.
Umgekehrt stellt sich die Frage, inwieweit so etwas gewünscht ist, da es dann eine Instanz gäbe, die sehr detaillierte Personeninformationen besäße, was aus Datenschutzgründen wiederum bedenklich ist. Weitergedacht stellte sich dann sowieso die Frage, wieso nicht eine Kommunikationsplattform mit einem tiefergehender definierten Set an Features ausreichend ist. Kontrolle? Orwell?
Am Ende steht hier auch wieder der Frage: Was ist der Preis, den wir für Bequemlichkeit zu zahlen bereit sind? Siehe dazu auch: Kundenkarten, Rabattkarten, Kreditkarten etc.
Comments?
After reading two books that at first glance not really belong to the category of intellectually noteworthy literature I must concede that both horror and fantasy have qualities that lie beyond the obvious. I may be a little late to come to that conclusion but both Stephen King's "Rose Madder" (Horror) and Patricia McKillips "The forgotten beasts of Eld" (Fantasy) are books that deeply moved me. Where King's novel is rich in action and suspense, as you can expect it from this master, McKillip's book builds up slowly and in a way never seems to gain real momentum, we stand somehow remote from the course of action. The tension exists on a deeper level. Now what's interesting in both books is that they contain deep insights into human relationships, especially the classic "scenes of a marriage" topics are taken up from new - or should I say "current" angles. The genres more or less are only the medium of transportation and sometimes even obscure the classical relationship dramas that are underlying. So far, no big news, the more I come to think of it, this technique must be in use for ages - think of fairy tales - and I am the last to notice it thanks to my ignorance during some lessons at school.
That said, the aforementioned books definitely belong to the category "worth reading" since they are outstanding both in terms of technical execution, plot and message. Hmm, I might have saved some lines in order to make that point...
On another note, my visit to a Chapters book store in Calgary didn't really pay off. Sure you go off with some books you kinda fancied for some time but not finding so many good books in seemingly broad selection made me really think. This store served more like a decoration for the integrated Starbucks coffee shop than as a repository for interesting literature or even discoveries. The lack of competent sales agents, being replaced by Mac-based kiosks added to it. I direly miss the McNally bookstore on 8th Ave.
And just to make it a true rant, no, the HMV media store (yes, they do have DVDs, video games and other time killers) also does not live up to the expectation. I don't expect a long tail selection but even the head of the curve wasn't properly represented. And don't you dare and try buying classical music...
Btw there might even be some older people to whom the headline of this post should sound familiar.
Ja, ein Hockeyspiel dauert 2 Stunden. Oder zweieinhalb. Ganz einfach: 60 Minuten Spiel. Dazwischen 2x20 Minuten Pause. Und während der Drittel nochmal Werbeunterbrechungen und Pausen, Wechsel etc. So wird das Ganze echt abendfüllend. Aber man verpasst auch nicht so viel, wenn man erst eine Stunde nach Spielbeginn zuschaltet.
So geht es einem eigentlich generell hier: Es ist komplett egal, ob man einen Film pünktlich ansieht oder erst später zuschaltet. Denn da eh alle 10 Minuten Werbung läuft, sieht man den Film eher unter dem Aspekt: "War die Szene jetzt spannend?", "Der Michael Douglas sah da aber noch jung aus!" als wirklich ernsthaft der Handlung zu folgen. Das hat sein Gutes: Fernsehen wird einem hier so egal, daß man jederzeit ausschalten kann, denn man ist nicht mehr wirklich involviert. Dazu kommt, daß der Film wahrscheinlich auf einem anderen Kanal zeitversetzt ausgestrahlt wird. Also alles halb so wild.
Ich bin gespannt, ob sich diese Art fernzusehen auch in Europa durchsetzt, oder ob wir bei unserem Senderschema bleiben.
Eine Besonderheit würde ich allerdings auch gerne bei uns sehen: CityTV. Ein Fernsehsender nur für eine Stadt. Mit Splitscreen. Auf einer Seite Nachrichten, auf der anderen Seite nur Bilder relevanter Kreuzungen und Strassenstücke. So weiß man gleich, wie lang der Weg zur Arbeit wird. Dazu im Infodisplay das aktuelle Wetter, Temperaturen, Sportergebnisse. Das ersetzt die Bild-Zeitung komplett. Und Zeitungen wie die FAZ kann ich hier nicht lesen, da meine Aufmerksamkeitsspanne im Minutentakt auf Null sinkt. Schon dieser Absatz hier war wieder Schwerstarbeit, fast schon zu viele Zeilen am Stück. Zum Glück kann man während des Tippens Pausen machen.
Im sogenannten Dreiland, dem Grenzgebiet von Schweiz, Frankreich und Deutschland gibt es so einige "Wettbewerbsvorteile" für die dort lebenden Menschen. Von der unvergleichlichen Landschaft mal abgesehen ist es rein finanziell wirklich attraktiv, die drei Länder gegeneinander auszuspielen. Leben in Frankreich oder der Schweiz (wegen der Steuern), arbeiten in der Schweiz (Einkommensmaximierung) und Einkaufen in Deutschland, Aldi & Co. sei Dank.
Ganz besonders attraktiv ist natürlich, daß Personen, die in der Schweiz leben, sich an der Grenze auch noch die in Deutschland gezahlte Mehrwertsteuer für Ihre Einkäufe erstatten lassen können.
So bekommt man den Tag garantiert immer anregend rum, denn ein Schnäppchen kann man so überall machen. Und das bißchen Stau am Autobahnzoll, oder die Autoschlangen, die sich durch Riehen oder durch Kleinhüningen quälen, gehören da einfach dazu.
Natürlich, diese Sicht der Dinge kann nur ein Deutscher haben, der in Deutschland lebt und arbeitet. Der damit von einigen dieser Privilegien ausgenommen ist. Ist das so?
Nun ja, privilegiert kann man auch in Deutschland sein. Landschaft: Prima. Essen: super. Einkaufen, auch Bio: gleich auf der anderen Strassenseite, fußläufig. Infrastruktur: in angenehmer Entfernung alles vorhanden.
Also, was soll dann das Genöle?
There is no free lunch.
Jeder, der sich oben beschriebene Arbitrage-Effekte zunutze macht, verschafft sich Vorteile. Das ist auch völlig in Ordnung. Einige dieser Vorteile gehen jedoch zu Lasten anderer.
Worum es am Ende geht: Irgendwer zahlt immer die Zeche. Und auch wenn wir meinen, daß wir jetzt aber wirklich mal besonders clever waren, kann es uns doppelt und dreifach treffen. Die Finanzkrise ist einfach das beste Beispiel: Die Gier der Banker ist am Ende kein Deut verwerflicher als die Gier der vielen Kleinanleger oder Hausbauer, die meinten, den dargebotenen Vorteil, den Superzins, was auch immer, gebe es umsonst.
Müssen wir jetzt zum Radikal-Öko werden, nur noch Radfahren und kratzige Wollsocken aus heimischer Produktion tragen? Nope. Aber jeder sollte sich des eigentlichen Preises bewußt sein, den er zahlt.
Mein jährlicher CO2-Footprint liegt bei ca. 12 Tonnen. Weil ich immer noch ca. 30TKM PKW fahre. Ich könnte noch mehr Zug fahren. Dann könnte ich aber weniger Termine wahrnehmen, und es ist wahnsinnig lästig, die letzten 50km von einem ICE-Bahnhof aus mit Bummelzügen zu fahren. Da ist der Mietwagen viel bequemer. Diese 30TKM verursachen bei einem Diesel mit 8 Liter Verbrauch 6,48 Tonnen CO2. Der Preis der Bequemlichkeit und des Komforts. Selber nachrechnen? Hier.